Untreueverfahren gegen Josef Schäch eingestellt

Wolnzach (intv) Josef Schäch ist unschuldig. Zumindest vor dem Landgericht München. Das hat das gerade erst wieder neu aufgerollte Strafverfahren wegen Untreue im Amt einen Tag später bereits wieder eingestellt. Gegen eine Geldauflage von insgesamt 100.000 Euro. Davon hat Schäch nach seinem ersten Verfahren bereits 60.000 bezahlt. 2010 war der ehemalige Bürgermeister von Wolnzach wegen Untreue in zwei Fällen zu einer Bewährungsstrafe von 2 Jahren verurteilt worden. Und zu einer Geldbuße von 80.000 für soziale Einrichtungen. Obwohl er 60.000 Euro davon beglich, legte Schäch Rechtsmittel gegen das Urteil ein.  Doch der Bundesgerichtshof lehnte diese ab. Aber der mittlerweile suspendierte Landrat von Pfaffenhofen gab nicht auf und zog vor die höchste deutsche juristische Instanz. Tatsächlich hat ihm das Bundesverfassungsgericht in Teilen recht gegeben. Ein Vorgang, der nur sehr selten vorkommt. Deshalb hatte der Prozess jetzt wieder vor vorn begonnen. Zufällig auch noch vor den gleichen Richter, der man ausgerechnet an die Strafkammer versetzt hatte, die jetzt für die Revision zuständig war. Nach eineinhalb Verhandlungstagen überraschte Richter Martin Rieder Josef Schäch mit dem Angebot, das Verfahren gegen Geldauflage einzustellen. Begründet wurde dies mit damit , dass die „Fortführung des Prozesses und die mögliche Feststell-barkeit einer Schuld sehr gering ist.“ Laut Josef Schäch ist die Einstellung gegen Geldauflage kein Schuleingeständnis, sonst wäre er niemals darauf eingegangen.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar