Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge

Ingolstadt (intv) Landauf landab die gleichen Klagen. Die Unterbringung von Flüchtlingen bringt Städte und Gemeinden an ihre Kapazitätsgrenzen. Vor allem wenn`s um Minderjährige geht, sind die Verantwortlichen besonders gefragt, gilt es doch neben Wohnraum auch die Betreuung zu organisieren. Wenn da ein geeignetes Grundstück den Neubau einer Unterkunft ermöglicht, ist das ein Glücksfall, wären da nicht die Vorbehalte in der Nachbarschaft. So gesehen ist das Für und Wider bei dem geplanten Projekt an der Ingolstädter Gustav-Adolf-Straße natürlich. Die Bedenken zu zerstreuen geben sich die Vertreter der Stadt alle Mühe. Konkret sind die Planungen noch nicht, zumindest lagen den Mitgliedern im Stadtplanungsausschuss gestern noch keine vor. Der Bau ist unter den aktuellen Gegebenheiten aber alternativlos erklärte OB Christian Lösel, sollen doch die aktuell in einem Trakt des Apian-Gymnasiums untergebrachten Jugendlichen spätestens im Herbst 2016 dorthin umziehen. Ob solide oder einfach gebaut – das ist noch die Frage. Die Flüchtlingsflut wird andauern, das Haus wird weit länger als die geplanten 15 Jahre benötigt, befürchtet SPD-Ausschusssprecher Manfred Schuhmann. Zu einer Abstimmung kam es gestern nicht. Auf Wunsch der FW geht der Plan zurück in die Fraktionen.