Unpassendes Geschenk bekommen? Irrungen und Wirrungen beim Umtausch

Ingolstadt (intv) Weihnachten ist vorbei, die Kinderaugen strahlen. Doch manchmal gibt es nach der Bescherung auch lange Gesichter. Der Pulli zu klein, die falsche Farbe gekauft oder das neue Parfüm, mit dem man so gar nichts anfangen kann. Na dann eben zurück ins Geschäft. Doch was ist rechtlich abgesichert und was reine Kulanz? Darf man ungeliebte Geschenke einfach so zurückbringen und das Geld zurückverlangen? Rechtsanwältin Nicole Goldschadt sagt ganz klar, dass es kein allgemeines Umtauschrecht gibt. Nur bei Defekten müssen die Händler gleichwertigen Ersatz leisten oder Geld-zurück anbieten. So sieht es die Gewährleistung vor. Damit es gar nicht erst zum Umtausch kommt, sind Gutscheine eine gern genutzte Alternative. Mit dem Einlösen kann man sich aber nicht ewig Zeit lassen. Nach drei Jahre nach Ablauf des Kaufjahres sind sie verjährt. Und auch wer den Gutschein nicht einlösen kann, weil er zum Beispiel am Tag des Konzertes im Urlaub ist oder im Geschäft nichts findet und eine Auszahlung wünscht, hat zunächst mal Pech. Der Händler kann aus Kulanz umtauschen. Die meisten Geschäfe bieten von sich aus eine Bedenkzeit von 14 bis 28 Tagen, innerhalb derer man alles problemlos zurückgeben kann.