Unglück oder Selbstmordversuch?: Prozess zu Unfall auf B13

Ingolstadt (intv) Es war ein schwerer Unfall, der sich am 19. Februar 2011 in Ingolstadt auf der B13 ereignet hatte. Zwei Autos waren frontal zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt. Der inzwischen 39-jährige Unfallverursacher sitzt nun auf der Anklagebank des Schwurgerichts. Der Vorwurf: Er soll den Unfall absichtlich herbeigeführt haben, um sich selbst zu töten. Darauf lässt unter anderem ein Beziehungsstreit am Abend vor dem Unfall schließen. Heute sagte das Opfer des Unfalls auf der B13 vor Gericht über seine damaligen schweren Verletzungen, darunter Knochenbrüche und ein Leberriss, aus. Bis heute leidet der Neuburger unter chronischen Schmerzen. Über den Unfallhergang konnte er jedoch keine Angaben machen, da ihm jede Erinnerung daran fehlt. Gut erinnern konnten sich jedoch eine Krankenschwester und ein Arzt, die als Ersthelfer an der Unfallstelle agierten und heute ebenfalls aussagten. Beiden war aufgefallen, dass der Angeklagte nach dem Unfall nach Alkohol roch und fast vollkommen entblößt war. Zudem muss er selbstständig das Auto verlassen haben, da er einige Meter hinter seinem Wagen krabbelnd aufgefunden wurde. Der Prozess wird am 29. April fortgesetzt.