Umgehungsstraße nimmt Gestalt an

Beilngries (intv)  Mit nur drei Wochen Baustopp spielte der Winter dem größten Beilngrieser Tiefbauprojekt derzeit in die Karten. Die Umgehungsstraße im Süden der Stadt nimmt Gestalt an. Die Baumaßnahme liegt im Zeitplan, aber die Kosten steigen.

Auf mehr als zwei Kilometern Länge schlängelt sich die neue Umgehungsstraße von der Eichstätter Straße im Westen quer über die Altmühlt bis zur B299.
Die Betonbrücke ist bereits gegossen, das Amphibienleitsystem und 17 Querungshilfen sind am Entstehen: „Das war eine Auflage der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes. In dem Gebiet sind viele Laichplätze nachgewiesen worden“, erklärt Bauamtsleiter Thomas Seitz.

Der Talboden machte dem Bauherrn dann doch wortwörtlich einen Strich durch die Rechnung. Statt 30.000 Kubikmeter musste fast doppelt so viel Erde ausgehoben werden. Das treibt auch die Kosten nach oben: „Wir befinden uns leider nicht mehr im Kostenrahmen. Das war schon eine bittere Überraschung, wir haben mit Mehrkosten zu kämpfen, über die genaue Höhe möchte ich in der nächsten Sitzung die Stadträte informieren“, so Bürgermeister Alexander Anetsberger (parteilos). „Ansonsten sind wir sehr gut im Zeitplan, wir haben sehr von den milden Witterungsbedingungen profitiert, jetzt sehe ich aber keine Gefahr mehr, wir sind aus dem Gröbsten raus.“

Neben weniger Schwerlast- und Durchgangsverkehr verspricht sich Anetsberger durch die Umfahrung mehr Verkehrssicherheit sowohl auf den Schulwegen als auch auf dem Altmühltal-Radweg, der nun unter der Brücke durchführt.
In einem halben Jahr soll der Verkehr fließen.