Ukraine-Krise und Energiewende – Horst Seehofer in Mainburg

Mainburg (intv) Wer glaubt, Kriege im Ausland gehen uns nichts an, der irrt sich gewaltig. Das stellte sich heute beim Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten in Mainburg heraus. Der wichtigste Arbeitgeber dort ist die Firma Wolf Heiztechnik. Deren Umsatz wird zu 30 Prozent durch Exporte erzielt – auch nach Russland. So hat das vor zwei Jahren gegründete russische Tochterunternehmen der Fa. Wolf den Kreml in Moskau mit Heizungstechnik versorgt. Auch das erfuhr heute Horst Seehofer bei einer Betriebsbesichtigung in den Werkshallen. Er hält weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland für angemessen, nach den schrecklichen Ereignissen, die sich in den letzten Tagen in der Ukraine abgespielt haben. Die Unternehmensleitung ging darauf aber nicht ein. Sie legte den Fokus vielmehr auf die moderne Technik, mit der sie die selbst so genannte „Wärmewende“ einläuten will. Denn nur 21 Prozent unserer Energie verbrauchen wir in Form von Strom. 54 Prozent dagegen als Wärme. Hier hat die Firma Wolf viele innovative Technologien entwickelt, um z.B. auch die Sonne besser zum Heizen zu nutzen. Deren Wärme speichert ein Heizsystem aus Mainburg in Wasser, um es dann bei Bedarf abrufen zu können.