Überlebensnotwendig: Förderung für HD-Umstellung

Ingolstadt / München (intv) Knapp 900.000 Zuschauer erreicht intv zusammen mit den anderen 15 bayerischen Regionalsendern zur Hauptsendezeit um 18 Uhr bis 18:30 Uhr. Sogar mehr als der Bayerische Rundfunk oder nationale Sender erreichen. Um qualitativ und technisch mit den „Großen“ mithalten zu können, benötigen die Lokalfernsehstationen allerdings Fördergelder für die Umstellung auf HD. Bei einem Treffen mit den CSU-Landtagsabgeordneten konnten die Fernsehmacher ihr dringendes Anliegen heute bei einem Medienfrühstück im Maximilianeum vorbringen.

Darunter auch politische Vertreter unserer Region, wie die Landtagsabgeordneten Karl Straub, Tanja Schorer-Dremel und Christine Haderthauer. Für Sie ist regionale Fernsehberichterstattung nicht mehr wegzudenken.  „Wo sonst kann sich der Eichstätter, der Neuburger oder der Pfaffenhofener darüber informieren, was vor Ort passiert, das ist aktuell und da kommt kein überregionaler Sender dran“, betont Tanja Schorer-Dremel (CSU), auch Christine Haderthauer tellt sich hinter ihren Heimatsender intv: „Ich werde das ganz klar unterstützen, auch ein Aufwuchs der Mittel, da ich glaube, wenn der technische Fortschritt, auch die Umstellung auf HD nicht geschafft wird, dann reißt der Faden irgendwo ab zur Wettbewerbsfähigkeit zu anderen TV-Anbietern.“

Es geht insgesamt um 13,5 Millionen Euro. Die Senderchefs finden klare Worte: Die Förderung des Freistaats sei überlebensnotwendig. HD bringt nämlich nicht nur ein gestochen scharfes Bild, auch die Übertragung ins Wohnzimmer wird teurer. Das können die Sender allein nicht stemmen. Sie finanzieren sich rein aus Werbeeinnahmen, bekommen nichts von den GEZ-Gebühren ab.

„Die Sender müssen in die eigenen Studiotechnik investieren, damit in HD auch produziert wird. Die Zuleitung zu den Satelliten wird sicher auch mit Unterstützung der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien finanziert, aber die Verbreitungskosten der Satelliten wird nur möglich sein, wenn auch der Freistaat, wie bisher, das aus eigener Tasche finanziert. Die Menschen wollen Lokalfernsehen, wollen regionale Information und ich denke dieser Grundversorgungsauftrag muss auch gewährleistet sein“, so Siegfried Schneider vor Ort im Landtag.

Schneider ist zuversichtlich, dass sich die Abgeordneten bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2017/18 für intv und andere lokale TV-Stationen einsetzen – damit es auch weiterhin heißt: Fernsehen für meine Region.