Typische Osterbräuche in der Region

Schrobenhausen (intv) Der erste österliche Brauch ist etwas zum Schmunzeln. Wer am Palmsonntag als letztes aus den Federn kommt, wird den ganzen Tag Palmesel genannt. In der Karwoche geht es sonst eher ernster zu. „Kar“ steht nämlich für Trauer. Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Da feiern die Christen eine große Prozession. Dabei dürfen die sogenannten Palmkätzchen nicht fehlen.

„Wenn die trocken sind, können sie zerieben werden. Früher wurden sie dann dem Vieh unter das Futter geschmischt. Damit das Vieh auch etwas von der Heiligkeit abbekommt und gesund bleibt.“, erklärt Manfred Veit, Kreisheimatpfleger für Neuburg-Schrobenhausen.

Am Gründonnerstag kommt bei vielen die Gründonnerstagssuppe auf den Tisch. Mit der Farbe hatte der Tag früher wenig zu tun. Vor dem grün hieß es nämlich „greinen“, also weinen. Am Karfreitag schweigen die Kirchenglocken. Dafür werden die Menschen mit Ratschn zum Gottesdienst zusammengetrommelt. Mit dem Osterfeuer am Karsamstag beginnen dann die eigentlichen Osterfeiertage. Egal, wie Sie Ostern feiern. Hoffentlich genießen Sie ein paar schöne, freie Tage.