Turbulenzen im Stadtentwicklungsausschuss

Ingolstadt (intv) Über Architektur lässt sich bekanntlich streiten, auch in Ingolstadt. Das gilt für Neubauten wie auch für Eingriffe in den Altbestand. Da ist Kompetenz gefragt, die findet sich geballt im Gestaltungsbeirat. Nicht jedes Urteil der Fachleute in dem Beratungsgremium findet Gefallen im Kreis der Stadträte, doch die Integrität der Mitglieder und vor allem des Vorsitzenden stehen außer Frage. So gesehen hat Stadtrat Christian Lange von der BGI eine rote Linie überschritten, als er jetzt den Rücktritt von Prof. Ludwig Wappner gefordert hat. Wütende Verbalattacken waren gestern im Stadtentwicklungsausschuss die Folge. Lange hatte in einer Presseerklärung aus der letzten Beiratssitzung berichtet . Das ist nicht tragbar und verletzte die Grundlage des parlamentarischen Miteinanders, polterte SPD-Ausschusssprecher Manfred Schuhmann: Er warf Lange Arroganz vor. Hinter verschlossenen Türen tagen heißt auch Vertrauensschutz für die Investoren gewähren, verteidigte Hans Stachel (FW) die Nicht-Öffentlichkeit, es gehe nicht, dass ein Investor Einzelheiten aus der Zeitung erfahre oder Planungsentwürfe im Internet entdecke. An anderer Stelle ist Einstimmigkeit zu vermelden. Das Glücksspiel in Ingolstadt bekommt neue Rahmenbedingungen. Das Suchtpotential ist offensichtlich größer als vermutet, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Erste Konsequenz: Die Ausdehnung der Sperrstunde in den Spielhallen von drei auf sechs Stunden.

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