Turbulente erste 100 Tage im Ingolstädter Stadtrat

Ingolstadt (intv) Für die einen ist eine Schonfrist, für die anderen eine Einarbeitungsphase. Auf alle Fälle ist es guter Brauch nach 100 Tagen eine erste Bilanz zu ziehen über die Arbeit neu gewählter öffentlicher Würdenträger und Parlamente. Die Bilanz in Ingolstadt sieht je nach politischer Couleur unterschiedlich aus. So hat sich der neue Oberbürgermeister Christian Lösel gleich von seinem Baureferenten getrennt und damit ein grundsätzliches „Weiter so“ ausgeschlossen.

Die Alteingesessenen im Stadtrat beäugen mit Argwohn das forsche Auftreten der Neulinge, bisweilen geht ihnen das Nachhaken gehörig auf die Nerven. Die Neuen wiederum bemängeln die Hinterzimmermentalität der Alten, gerade die kleinen Gruppierungen halten sich vom Informationsfluss ausgeschlossen.

Die Regierenden verweisen auf ihre Verantwortung, die alle Forderungen „jetzt und sofort“ erst einmal ausschließt. Doch in der Vielfalt der „oppositionellen Szene“ versucht sich natürlich jede Gruppierung oder Ausschussgemeinschaft zu profilieren. An Forderungen jedenfalls mangelt es nicht – allein 35 Anträge in der letzten Sitzung zeugen vom Engagement der Stadtmütter und Stadtväter.

Bleibt es bei dieser Frequenz steht dem politischen Ingolstadt eine turbulente und hoffentliche fruchtbare Legislaturperiode bevor.

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