Tun.Starthilfe organisiert 5. Sommerschule an der KU

Eichstätt (intv) Mitten in den Semesterferien tummeln sich viele junge Leute an der Katholischen Universität. Der Großteil kommt allerdings aus einem fremden Land. Der Verein Tun.Starthilfe bietet die nächsten zwei Wochen wieder Sprachkurse und Workshops für Flüchtlinge an. In kleinen Gruppen lernen die Flüchtlinge beispielsweise etwas über Nachhaltigkeit und die Systeme unserer Gesellschaft. Dabei wenden sie spielerisch gleich das Deutsch an, dass sie in den Kursen am Vormittag gelernt haben. Es ist bereits die fünfte Sommerschule in Folge. Doch heuer ist alles anders: Trotz der liebevollen Organisation sind die Teilnehmerzahlen stark zurückgegangen:

„Es gibt im Landkreis Eichstätt sehr viele Afghanen und Nigerianer, die jetzt viel Bangen und sehr perspektivlos geworden sind. Das hat den Hintergrund, dass sich viele fragen: ‚Warum? Warum soll ich Deutsch lernen, wenn ich hier eh nicht willkommen bin. Das ist für uns sehr schwierig zu vermitteln, weil wir sehen die Menschen natürlich als willkommen an, wir wollen, dass sich die Leute integrieren und hier einbringen“, erklärt Organisatorin Simone Zink. Aber es gibt auch positive Beispiele. Einige Geflohene, die die Kurse letztes Jahr besucht haben, geben heuer selbst schon Deutschkenntnisse ehrenamtlich weiter oder engagieren sich anderweitig im 150 Mann starken Helferteam.

Die etwa 200 Teilnehmer der Sommerschule kommen aus dem gesamten Landkreis Eichstätt mit Bussen an die KU. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern und Vereinen werden die bunten Workshops am Nachmittag realisiert. Die Tun.Starthilfe Sommerschule geht noch bis Ende August.