TSV Kösching neuer Hallenkreismeister

Manching (intv) Das neue Jahr beginnt sportlich mit einem kleinen Paukenschlag bei der traditionellen Hallenkreismeisterschaft an Heilig Drei-König in Manching.

Nicht Titelverteidiger und Gastgeber SV Manching oder die Hallenspezialisten des SV Türkisch lösten am Montag die Tickets zur Oberbayerischen. Bei der erstmals als Mischform aus Futsal und Hallenfußball durchgeführten Endrunde konnten sich der TSV Kösching und der TSV Gaimersheim durchsetzen und vertreten damit den Kreis Donau/Isar am 18. Januar bei der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft ebenfalls in der Manchinger Lindenkreuzhalle.

Dabei lief vor gut 500 Zuschauern zunächst alles wie von vielen erwartet. Gastgeber Manching konnte sich in seiner Gruppe mit drei Siegen souverän durchsetzen, der TSV Gaimersheim dagegen konnte mit vier Punkten nur knapp als Gruppenzweiter den BC Uttenhofen und den punktlosen TSV Oberhaunstadt auf die Plätze verweisen.

In der zweiten Gruppe wurde der SV Türkisch Ingolstadt ebenfalls seiner Favoritenrolle gerecht. Mit drei Siegen zog die Mannschaft von Günay Gürses als Gruppensieger ins Halbfinale ein, mit sechs Punkten folgte Bezirksligist Kösching, der angeschlagene VfB Friedrichshofen und der TSV Paunzhausen als punktloser Gruppenletzter durften die Heimreise antreten.

Erstmals wurde das Turnier ohne Bande mit Seiten- und Toraus, sowie mit einem druck- und sprungreduziertem Futsal gespielt. Die größeren Tore und die gewohnten Zweikampfregeln wurden dagegen beibehalten. Eine Mischform aus Futsal und Hallenfußball, die aber eine einmalige Angelegenheit bleiben wird, denn schon in der nächsten Hallensaison wird komplett auf Futsal umgestellt.

Im Halbfinale kamen die Außenseiter mit dieser ungewöhnlichen Kreuzung der Spielweisen aber ganz offensichtlich besser zurecht.

Vor allem der TSV Gaimersheim beeindruckte durch technisch versiertes, direktes und schnelles Spiel, mit dem der Türkisch SV überhaupt nicht mithalten konnte. Nach 14 Minuten führte der Kreisliga-Überflieger bereits mit 6:0 – das hatten die türkischen Hallenspezialisten so wohl auch noch nie erlebt. In der letzten Minute wurden der völlig überforderten Gürses-Truppe noch zwei Ehrentreffer vergönnt, das Finale und damit das Ticket zur Oberbayerischen hatte sich die Mannschaft von Markus Bauer aber nicht nur verdient, sondern regelrecht erzaubert.

Und auch im zweiten Semifinale gab es einen Favoritensturz. Zwar konnte der SV Manching gegen Liga-Konkurrent TSV Kösching zweimal in Führung gehen, aber die Rothemden mit Spielertrainer Roland Baumgärtner kämpften sich immer wieder zurück und zwangen die Mannschaft von Uwe Neunsinger ins Siebenmeter-Schießen. Und dort hatte der schon designierte Absteiger das Glück auf seiner Seite. Nur Manchings Anikin konnte nicht verwandeln, womit Kösching ins Finale einzog und sich dort mit einem 3:1-Erfolg gegen Gaimersheim auch noch den Turniersieg sichern konnte.