Trinkwasseranschluss für Wasserzell

Eichstätt (intv) Wir haben es in den letzten Jahren immer wieder in unserer Nachrichtensendung „teleschau“ melden müssen: Aufgrund von Keimen mussten die Wasserzeller ihr Trinkwasser abkochen, oftmals nach Starkregen. Denn der drei Meter tiefe Brunnen des Eichstätter Ortsteils kann die Qualitätsstandards für das Trinkwasser dann nicht mehr einhalten. Jetzt schlagen die Eichstätter Stadtwerke eine Brücke: Im übertragenen Sinn. Für den Anschluss an das Versorgungsnetz gehts allerdings unter der Altmühl hindurch. Dazu war ein sogenannter Spühlbohrer notwendig, der per Sensor unterirdisch genau lokalisiert werden kann. Somit ist eine offene Bauweise über die Distanz von knapp 330 Metern hinfällig geworden. Die Baumaßnahme zum Anschluss der Wasserzeller an die Trinkwasserversorgung aus den drei Brunnen im Pfünzer Forst kostet etwa 300.000 Euro. Die knapp 140 Haushalte des Ortsteils werden etwa 20.000 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr abnehmen, schätzt Stadtwerkechef Wolfgang Brandl: „Erfreulich für die Wasserzeller: Wir können den Anschluss realisieren, ohne dass es zu Gebührensteigerungen kommt. Im Gegenteil: Die Gebühren werden ab 01.01.2019, wenn der Stadtrat endgültig zustimmt, für die Wasserzeller um gute 6,50 Euro brutto im Jahr sinken, für die Eichstätter, die ja bishere eine höhere Gebühr hatten, wird die Ersparnis etwa 35 Euro brutto im Jahr betragen.“ Und dann ist Trinkwasser-Abkochen für die Wasserzeller hoffentlich für lange Zeit kein Thema mehr.