Traditionelles Abfischen am Kapellbuck

Eichstätt (intv) Morgen ist Karfreitag, die Fastenzeit ist zwar dann offiziell vorbei, nach christlicher Tradition wird an dem Feiertag kein Fleisch gegessen. Im religiösen Eichstätt kommt dagegen Fisch auf den Teller. Am liebsten frische Forelle vom Kapellbuck. Das dachten sich auch die vielen Menschen in der Schlange, die heute früh für einen der Bach-, Regenbogen und seltenen Goldforellen anstanden.

Das traditionelle Abfischen ist der Höhepunkt im Jahreskalender des Anglervereins Eichstätt. Seit 1972 wird der Kapellbuck von ihm betrieben und und die Tradition gepflegt. Damit alle Kunden bedient werden können, arbeiten die Vereinsmitglieder Hand in Hand. Am Ende zeigt die Waage pro Forelle im Schnitt 600 Gramm an. „Wir hatten vergangenes Jahr Probleme mit Vandalismus, wobei uns ein großer Teil der Fische entkommen ist. Dann haben wir nochmals nachjustiert und sind von 3.500 Fischen ausgegangen, haben auch so gefüttert. Jetzt bringen sie doch ein stattliches Gewicht mit, wir sind zufrieden“, betont Matthias Polzer, 1. Vorsitzender des Anglervereins Eichstätt. Allerdings müssen auch beim Abfischen hohe Auflagen und Lebensmittelstandards erfüllt werden.

Es geht heute zwar nicht allen Forellen an den Kragen, doch zum Fischerfest werden die, die sich heute erfolgreich versteckt haben, womöglich als Räucherfisch enden. Spätestens ab August wird es mit gut 3.000 neuen Setzlingen aber wieder eng im Becken.