Tradition trifft Technik – Portrait ZSG Bavaria Unsernherrn

Ingolstadt (intv) Mit rund 1.000 Podestplätzen allein in den letzten fünf Jahren ist die ZSG Bavaria Unsernherrn der mit Abstand erfolgreichste Schützenverein in der Region. Rund 250 Mitglieder zählt der Verein, in einem Sport, in dem Tradition längst auf modernste Technik trifft. Für die rund 80 aktiven Schützen wurden die 24 elektrischen Schießstände in den letzten Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Ob Licht-, Luftgewehr, Luftpistole oder Armbrust – der Schießsport kommt auch bei den 20 jugendlichen Schützen sehr gut an, die vor allem der Mix aus Konzentration, Körperkontrolle und die Herausforderung bei jedem einzelnen Schuss reizt.
Mit Sondergenehmigung und ärztlicher Bescheinigung dürfen auch die Unter-Zehnjährigen ans Lichtgewehr – doch gerade bei vielen Eltern spüren die Vereinsverantwortlichen immer wieder Vorbehalte gegenüber dem Schießsport.
„Wir haben immer wieder Jugendliche hier, denen dieser Sport gefällt, aber deren Eltern dann abwinken. Und auch an den Schulen stoßen wir oft auf Bedenken und Ängste, obwohl gerade beim Schießsport die Konzentrationsfähigkeit trainiert wird und auch das Thema Sicherheit und verantwortungsvoller Umgang mit den Sportgeräten steht bei uns an oberster Stelle“, kann Jugendleiter Karl Dennerlein die Vorurteile nicht nachvollziehen.
„Es heißt ja oft auch Waffen. Wir haben keine Waffen. Das sind Luftdruck-Sportgeräte, wie es sie auch bei jedem Volksfest gibt. Die sind nicht scharf, aber bei jedem Amoklauf werden gleich die Sportschützen unter Generalverdacht gestellt. Das hat aber mit unserem Sport rein gar nichts zu tun. Bei uns werden die Jugendlichen verantwortungsvoll an die Sportgeräte Schritt für Schritt herangeführt. Sie lernen sich zu konzentrieren, was auch für die Schule gut ist“, kann auch ZSG-Vorstand Fritz Appel die Ängste vieler Eltern nicht verstehen.
Mit rund 470.000 Mitgliedern ist der Bayerische Sportschützenbund nach König Fußball auch die klare Nummer Zwei. Der Schießsport ein Sport, der also viele begeistert, aber zu Unrecht oft im Kreuzfeuer anstatt im Rampenlicht steht.