Totschlagprozess: Erklärungsversuch der Verteidigung

Ingolstadt (intv) Seine DNA-Spuren waren unter den Fingernägeln des Opfers. Eigentlich ein eindeutiger Beweis dafür, dass es zwischen dem Angeklagten Heinz M. und dem Opfer, dem 67-jährigen Rentner Helmut P., eine körperliche Auseinandersetzung gegeben haben muss. Am heutigen achten Prozesstag präsentierte die Verteidigung eine andere Erklärung, wie es zu den Spuren gekommen sein könnte. Demnach half Heinz M. dem Opfer am Wochenende vor der Tat, einen Schrank abzubauen. Dieser stand laut einem Zeugen kurz zuvor noch in der Wohnung von Heinz P., nach der Tat aber nicht mehr. Beim Abbau des Schrankes sei das Opfer von der Leiter gestürzt und habe sich hierbei am mutmaßlichen Täter festgehalten. Da es Sommer war und Heinz M. nur leicht bekleidet, soll es so zu den DNA-Spuren gekommen sein.

Der Prozess vor dem Landgericht Ingolstadt  wird am 5. Dezember fortgesetzt.