Toter in Pfaffenhofener Getränkemarkt: Ehefrau des Opfers sagt aus

Ingolstadt (intv) Stefan S. soll am 13. Juli vergangenen Jahres im Pfaffenhofener Getränkemarkt Fristo aus Habgier den Marktleiter mit mehreren Messerstichen ermordet haben. Seine Beute, rund 3.000 Euro, und die Tatwaffe sind jedoch bis heute verschwunden. Heute fand vor dem Ingolstädter Landgericht der sechste Verhandlungstag im Prozess gegen Stefan S. statt. Dabei sagte auch die Frau des Opfers aus. Drei Mal hatte sie an diesem Tag mit ihrem Mann telefoniert. Dabei habe er ihr von einem Testkäufer erzählt, der sich im Getränkemarkt aufhalte. Dies war deshalb merkwürdig, weil Fristo keine Testkäufer beschäftigt. Nachdem ihr Mann am Abend nicht nach Hause gekommen war, hatte die Ehefrau des Opfers am Morgen die Polizei verständigt. Die hatte vor Ort am Getränkemarkt jedoch nichts feststellen können, außer, dass das Auto des Marktleiters noch am Parkplatz stand. Sie habe dann einen ihr bekannten Mitarbeiter von Fristo verständigt. Der veranlasste, dass der Gebietsleiter nach Pfaffenhofen fuhr, um dort nach dem Rechten zu sehen. Da er jedoch keinen Schlüssel für die Filiale hatte, musste zunächst der Schlüsseldienst gerufen werden. Erst dann wurde der Marktleiter leblos im Getränkemarkt aufgefunden.

Nach Aussage der Ehefrau hätte ihr Mann sich bei einem Überfall nicht gewehrt, sondern sofort das Geld herausgegeben. Sie sei sich dessen sicher, da sie öfter über dieses Thema gesprochen hatten. Dies widerspricht der Aussage des mutmaßlichen Täters, der eine Notwehr angedeutet hatte.