Tornado im Feilenmoos: Großübung der Wasserwacht

Feilenmoos (intv)  Die junge Frau schreit immer wieder: „Wo ist der Max, wo ist der Max?“ Die Rettungskräfte wickeln sie in eine Aludecke und versuchen die tropfnasse Frau zu beruhigen. Zusammen mit anderen ist sie soeben dem möglichen Tod entkommen. Bei einem Schwimmwettbewerb wurden dutzende Teilnehmer im Wasser plötzlich von einem Tornado überrascht. An Land fliegen Zeltstangen, Äste und Steine kreuz und quer durch die Luft, aufgewirbelt von dieser riesigen Windhose. Im Wald hatten junge Leute ein Zeltlager aufgeschlagen, sie werden zum Teil auch schwer verletzt. Überall Schreie, Menschen liegen im Gebüsch und rufen um Hilfe.

Dieses Szenario war der Ausgangspunkt einer Großübung im Feilenmoos. Dort trafen sich am Wochenende 120 Ehrenamtliche für eine Großübung. Einheiten der Wasserwacht Pfaffenhofen, Ingolstadt und Eichstätt probten den Ernstfall. Der ist gar nicht so abwegig. In Norddeutschland kam es bereits häufiger zu Tornados, die große Verwüstungen ausgelöst haben. Vor allem über Gewässer entstehen solche Windhosen. Gewässer gibt es gerade im Feilenmoos viele. Aber wo ist jetzt der Max? Die Retter vergleichen die Liste der Teilnehmer am Schwimmwettbewerb. Dort ist kein Max verzeichnet. Erst nach einiger Zeit stellt sich heraus: Max ist ein Kaninchen. Die junge Frau war durch die Panik so traumatisiert, dass sie in Todesangst nach ihrem Liebsten schrie- und das war dann das Haustier.