Topmoderne Heimat für Brandbekämpfer

Schrobenhausen (intv) 40 Mann, 20 Jugendliche und zwei Fahrzeuge – so ist die Freiwillige Feuerwehr Mühlried derzeit aufgestellt. Am Freitag konnten die Feuerwehrler stolz ihre neue Heimat vorzeigen, die endlich genügend Platz für Mannschaft und Equipment bietet: Das neu gebaute Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet an der Rinderhofer Breite wurde offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit präsentiert.

Der 800.000-EUR-Bau ersetzt das Gerätehaus auf der „Verkehrsinsel“ Ingolstädter Straße/Alte Dorfstraße. 35 Jahre lang mussten die Brandbekämpfer dort unter beengten Umständen arbeiten. „Wir hatten nur eine Fahrzeughalle, unser zweites Einsatzfahrzeug war in einem Stadel geparkt, da musste dann immer jemand loslaufen und es holen“, sagt 2. Kommandant Stefan Kratzer. Der Mannschaftsraum hatte gerade einmal 16 Quadratmeter. Nun sind die Räumlichkeiten sechsmal so groß. „Mit Umkleide, Schulungsraum und Gemeinschaftszimmer“, so Kratzer. Auch die Jugend hat nun ihren eigenen Raum mit Schulungsmöglichkeiten sowie einen eigenen Umkleidebereich.

Die Feuerwehrler steuerten finanzielle Eigenleistung und knapp 4.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden bei. Sogar der Parkplatz wurde selbst gepflastert. Besonders stolz sind die Mühlrieder auf eine findige Eigenprogrammierung: Ein Computersystem greift das von der Leitstelle eintreffende Einsatzfax ab und überträgt die Daten auf zwei Bildschirme im Kabinenraum – inklusive digitaler Kartennavigation.

Beim Tag der offenen Türe konnte man auch einen Blick auf die bisherigen Einsätze der Mühlrieder Wehr werfen. „Die Brände bei der Firma Witetschek und in der Südstärke waren die größten Feuer der letzten 10 Jahre“, erinnert sich 1. Kommandant Kaspar Buchhart. Auch bei Hochwasserkatastrophen müssen die Feuerwehrleute regelmäßig ausrücken, denn Mühlried liegt direkt an der Paar. Durch die direkte Nähe zur B300 sind die Retter jetzt auch schneller bei Unfällen vor Ort.