Tiertransport aus Rumänien: Tierheim Pfaffenhofen rettet Vierbeiner

Pfaffenhofen (intv) Immer mehr Menschen wollen Hunde retten, denen es in fernen Ländern schlecht geht. Genau darin liegt laut Manuela Braunmüller, der Leiterin des Tierheims Pfaffenhofen, der große Fehler. Solange es Menschen gibt, die diese Tiere retten wollen, wird der Tierhandel nie aufhören. Freitag Nacht hatte genau so ein Tiertransporter aus Rumänien einen Unfall auf der A9 Höhe Schweitenkirchen. Die Tierschützer haben sofort reagiert und die Vierbeiner gerettet.

Der Transporter ist auf der Autobahn von der Fahrbahn abgekommen und umgefallen. Er war auf dem Weg nach Holland. Sofort ging beim Tierheim Pfaffenhofen ein Anruf ein, eine Handvoll Tierschützer war gleich zur Stelle und hat die Vierbeiner aus dem Transporter geholt und ins Tierheim gebracht. Laut Manuela Braunmüller waren die hygienischen Verhältnisse nicht dem deutschen Standard entsprechend. Außerdem dürfen Hunde und Katzen in Deutschland nicht zusammen transportiert werden.

Auch generell ist Manuela Braunmüller absolut gegen Tiertransporte. Sie empfiehlt, ein Tier immer erst persönlich kennen zu lernen, bevor man sich für das neue Familienmitglied entscheidet. Sonst landet es am Ende nur wieder im Tierheim. Ein Kreislauf, den die Tierschützer durchbrechen möchten.

Mittlerweile sind die Tiere dort, wo der Transporter sie sowieso hinbringen sollte. Bei Privatpersonen und Tierschutzvereinen, die die Vierbeiner weiter vermitteln. Gestern wurden sie abgeholt. Auf den Kosten der Hilfsaktion bleibt das Tierheim Pfaffenhofen sitzen, laut Manuela Braunmüller können die Tierschützer hier rein rechtlich nichts mehr tun. Ihr liegt dieser Fall schwer im Magen, denn die Hauptverantwortlichen an der ganzen Geschichte, sind ihrer Meinung nach immer noch die Menschen, die sich die Tiere aus dem Ausland nach Hause bestellen.