Tierhaarallergie: Wenn Haustiere krank machen

Ingolstadt (intv) Niesreiz, tränende Augen oder Hautausschlag. Typische Symptome einer Pollenallergie. Gerade jetzt im Sommer leiden viele Menschen, die überempfindlich auf Gräser- oder Kräuterpollen reagieren. Doch während deren Symptome mit dem nachlassen des Pollenflugs abklingen, müssen Tierhaarallergiker zu jeder Jahreszeit mit allergischen Reaktionen rechnen. Oft bleibt da nur der Ausweg, sich vom geliebten Haustier zu trennen. Auch Ärzte empfehlen im Allergiefall die Kontaktvermeidung. Ist diese jedoch nicht möglich, gibt es noch die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung. Die Krankenkassen zahlen diese jedoch meist nur Patienten, die auch beruflich mit Tieren zu tun haben. Ein kleiner Trost: Auf Tiere die kurzes und nicht allzu dichtes Fell haben reagiert man meist weniger. Da reicht es dann manchmal auch aus, einfach auf das Kuscheln mit dem Haustier oder das Schlafen im selben Raum zu verzichten.

Vor der Anschaffung eines Tieres sollten Sie testen, ob Sie allergisch darauf reagieren. Sicher sein kann sich jedoch niemand. Eine Allergie kann sich auch später noch entwickeln. Vielleicht kommt es ja deshalb so oft vor, dass Tiere wegen Allergien abgegeben werden. Besonders Katzenhaarallergien häufen sich immer mehr. Im Tierheim Ingolstadt ist jede zweite der Katzen wegen eines Allergiefalls abgegeben worden. Im Vergleich dazu kommt es durchschnittlich nur einmal im Monat vor, dass ein Hund aus den selben Gründen ins Tierheim kommt. Kleintiere, wie Hasen oder Meerschweinchen, werden circa fünf bis zehn im Monat wegen Allergien in Ingolstadt abgegeben.