TH Ingolstadt hofft auf zügige Einführung des Promotionsrechts

Ingolstadt (intv)  Bachelor, Master, Promotion – für jeden Universitätsabsolventen ist der Weg in die akademische Welt vorgezeichnet, alle Prüfungen finden vor Ort statt. Ganz anders sieht es an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus. Hier ist die Prüfungsordnung nur in den ersten Stufen identisch. Wer mit einer Promotion abschließen will, dem steht ein nicht unerheblicher Umweg bevor, denn Fachhochschulen oder Technische Hochschulen haben kein Promotionsrecht. Doktoranden müssen sich je nach Thema eine Partnerhochschule suchen und einen Doktorvater. Der Weg zum Dr. ist mit mehr Zeit , mehr Energie und mehr Kosten verbunden. Gut 1600 Euro zahlt Andreas Hübner allein für Studiengebühren aus eigener Tasche. Der Informatikstudent bereitet sich im britischen Leicester auf die Promotion vor, das heißt regelmäßig pendeln. Ein Aufwand der nicht sein müsste sagen die Präsidenten der bayerischen Fachhochschulen. Ministerpräsident Seehofer hat eine Einigung signalisiert. Jetzt heißt es Nägel mit Köpfen machen sagt Isabell Zacharias, die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags SPD. In einem Antrag fordert sie bis Februar 2015 ein dementsprechendes Konzept vorzustellen. Denn die gängige Praxis habe mit einer zukunftsorientierten, den dringend benötigten akademischen Nachwuchs fördernden Hochschulpolitik wenig zu tun.