Technik für Kinder startet in Schrobenhausen

Schrobenhausen (intv) Motor, Wechselblinker, Kojak-Sirene: Noch sitzen die Azubis Anna und Andreas zusammen mit ihren Kollegen über der Kiste mit Bausätzen und studieren die Bauanleitungen. Schon bald sind sie selbst Dozenten und geben ihr Wissen an Grundschüler weiter. Das Projekt „Technik für Kinder“ startet Ende April in Schrobenhausen. Dabei arbeiten die Großunternehmen BAUER AG und LEIPA mit der Franziska-Umfahrer-Grundschule zusammen. Auszubildende des zweiten oder dritten Lehrjahrs kommen dazu in die Schule und zeigen den Kids, wie’s geht.

„Die Kinder lernen von unseren Azubis, wie einfache technische Geräte funktionieren. Später dürfen sie dann unter Anleitung auch Gebrauchsgegenstände wie einen Fön oder Computer zerlegen“, sagt Martin Kaltenegger, Werksleiter bei LEIPA Schrobenhausen. Er will das Projekt in der Region etablieren und sucht dafür weitere Unterstützer. Die Aktion ist bereits in großen Teilen Niederbayerns ein Erfolgsmodell. „Technik für Kinder“ will das Problem des deutschlandweiten Fachkräftemangels an der Wurzel angehen und bereits Grundschüler für technische Berufe begeistern.

Zunächst darf ab dem 29. April eine Gruppe von 12 Schülerinnen und Schülern der Franziska-Umfahrer-Grundschule an dem Projekt teilnehmen. Rektorin Jutta Reichel-Holz erwartet sich durch die sechs Projekttage eine Bereicherung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. „Die Mädchen könnten leichteren Zugang zur Technik finden, und die Jungs fühlen sich in ihren Interessen sicherlich bestärkt“, so die Schulleiterin.

Auch für die jungen Erwachsenen dürfte das Technik-Projekt neue Erfahrungen bringen. „Wir haben uns die Bausätze angeschaut und denken, sie sind für die Kinder leicht verständlich“, so Andreas Schnabel, der bei BAUER eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme macht. Anna Wenger, angehende Elektronikerin für Betriebstechnik bei LEIPA, findet das Projekt eine tolle Sache: „In der vierten Klasse haben wir damals stricken und Ähnliches gelernt – da wäre mir so etwas schon lieber gewesen“.

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