Tagesmütter in der Bredoullie: Gesetzesänderung erschwert Betreuungsarbeit

Ingolstadt (intv) Unzufriedene Tagesmütter in der Region haben in den vergangenen Wochen knapp 1800 Protestbriefe verfasst. Damit wollen sie ihren Unmut kund tun. Unmut über eine Gesetzesänderung, die viele Tagesmütter zur Verzweiflung treibt. Denn ab August dieses Jahres dürfen sie nur noch acht Verträge abschließen. Das bedeutet, dass sie insgesamt nur noch acht Kinder betreuen dürfen. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen: Kinder, die zu den Randzeiten frühmorgens oder spätabends betreut werden, sind in Zukunft benachteiligt. Denn bei maximal acht Verträgen lohnt sich eine kurzzeitige Betreuung finanziell nicht. Derzeit verdienen die rund 250 Tagesmütter in der Region unter drei Euro pro Stunde. Um finanziell um die Runden zu kommen, sind sie ab August gezwungen, sich von einigen ihrer Schützlinge zu trennen. Die Protestbriefe werden in den nächsten Tagen Behörden wie etwa das Landesjugendamt erreichen. Auch Familienministerien Christine Hadertauer und Horst Seehofer gehören zu den Adressaten. Auf diese Weise hoffen die Tagesmütter, das Blatt noch einmal zu wenden. Für den 21. Juni ist ein gemeinsames Gespräch geplant.