Tag der offenen Tür im BBZ Gesundheit

Ingolstadt (intv) Hebammen, Logopäden, Ergotherapeuten, Radiologieassistenten und viele mehr präsentierten den Besuchern des BBZ Gesundheit am Klinikum ihren Arbeitsalltag einmal anders. Am Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte und Neugierige nämlich nicht nur über die Berufe selbst informieren, sondern sich auch in die Patienten hineinfühlen. Ob Altersleiden oder Krankheiten, die eingeschränkte Wahrnehmung zeigte den Freiwilligen recht eindrucksvoll, wie wichtig Gesundheitsberufe sind.
Heute stellen wir Krankenpfleger und Hebammen vor.

Mitten auf dem Gang stehen sie bereit: die Krankenpfleger. Ihre Demonstration wird früher oder später wohl jeden von uns treffen. Ein Alterssimulator macht auf einen Schlag gut dreimal so alt, grauen Star und ein schlechtes Gehör. Mit guten 80 fühlen sich die Beine schwer an, das Gleichgewicht zu halten, ist schon gar nicht mehr so einfach. Am Ende kommt die Königsdisziplin: 32 Cent aus dem Geldbeutel fischen. Im Nebenraum können die Besucher ihre praktischen Fertigkeiten beim Anlegen eines Thrombosestrumpfs unter Beweis stellen.
Aktuell sind bei den Krankenpflegern ab 1. April noch Ausbildungsplätze zu vergeben.

Nur wenige Meter neben den Krankenpflegern, haben sich die Hebammen in Stellung gebracht. Der proppenvolle Raum ist in drei Bereiche unterteilt: Geburtsvorbereitung, Geburt und Nachsorge. Alles ist sehr praktisch ausgelegt. Auf einem Wickeltisch liegt eine Babypuppe, die zum Üben hergenommen wird. Es gibt immer weniger Hebammen, die sich um die zeitaufwendige Nachsorge kümmern können oder wollen. In der Ausbildung können sich noch viele Schülerinnen vorstellen später dort zu arbeiten.

Wer sich für einen der vorgestellten Berufe interessiert, sollte mindestens Mitlere Reife oder einen Hauptschulabschluss mit Ausbildung haben, viel Herzblut und Empathie mitbringen und 17 Jahre alt sein. Zu guter Letzt gibts noch einen Tipp vom Profi: Gerne vorher ein Praktikum machen, damit man auch wirklich weiß, worauf man sich einlässt.