„Superministerin“ zu Gast bei CSU-Neujahrsempfang

Ingolstadt (intv) Natürlich waren alle gebannt, was Staatsministerin Ilse Aigners neuester Stand hinsichtlich der Energiewende und Stromtrassenverläufen in Bayern ist. Beim Neujahrsempfang der CSU war sie als Ehrengast auf die Schanz gekommen. Doch die bayerische Wirtschaftsministerin hatte neben weitreichenden Themen wie Energiewende und Asylverfahren auch viel Lob für die Stadt und deren hervorragende Wirtschaftslage im Gepäck. Die Staatsministerin komme gern in die Region „wo’s brummt“, so Aigner vor Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Gekonnt setzt die Ministerin die herausragende Situation Ingolstadts in Szene, nicht nur wenn es um starke Wirtschaft und einen vorbildlichen Finanzhaushalt geht. Aber auch Bayern steht gut da: In ihrer Festrede führt sie durch ihre Ressorts – vom Länderfinanzausgleich über Erbschaftsrecht und Energiewende bis hin zur Digitalisierung: „(…) deshalb wird ein dritter Schwerpunkt, neben Industrie 4.0, neben vernetzter Mobilität, die IT-Sicherheit sein. Und diese drei Bausteine werden wir vorantreiben, ich will, dass Bayern die Leitregion der digitalen Zukunft sein wird“, fordert Aigner. „Das beginnt bei der Infrastruktur, da meine ich nicht die Straßen, sondern die Straßen des 21. Jahrhunderts, nämlich Breitbandverkabelung. Wo Bayern 1,5 Milliarden Euro investiert, das ist das Dreifache, was alle Bundesländer gemeinsam ausgeben.“

Auch die terroristischen Anschläge in Paris vor einigen Tagen bewegen die Politiker und werden beim Neujahrsempfang der CSU nicht ignoriert. Reinhard Brandl, Bundestagsabgeordneter, unter anderem im Verteidigungsausschuss tätig, meint dazu: „Konkret haben wir letzte Woche auf bayerischer Ebene und auf Bundesebene bereits vor den Anschlägen zusätzliche Polizisten eingestellt, die gerade die Gefährder, die zurückkommen aus den Terrorgebieten, stärker beobachten.“

Die gelernte Elektronikerin kam zum Ende ihrer Rede auf das Thema zu sprechen, mit dem sie derzeit am stärksten in Verbindung gebracht wird: Mit der Energiewende und ihrem breit angelegtem Energiedialog. Den Stromtrassengegner in unserer Region sagt sie: „Was ist für Bayern wichtig? Vor allem unter den Gesichtspunkten Versorgungssicherheit, aber natürlich auch die Strompreise und deshalb haben wir sehr lange diskutiert. Ich kann sagen, es wird keine Leitung gebaut, die nicht zwingend erforderlich ist“, so die Staatsministerin für Wirtschaft, Energie, Medien und Technologie.

Usus beim Neujahrsempfang: Der Blick zurück auf 2014: Hans Süßbauer erinnert gern an sein persönliches Highlight: Der klare Sieg von Oberbürgermeister Christian Lösel bei der Kommunalwahl im März und damit auch das beste Großstadtergebnis in Bayern. Aber auch für 2015 hat sich der CSU-Kreisverband einiges vorgenommen: so will Süßbauer den Grundstein für den Audi-Bahnhalt legen und auch das Kongresshotel wird die CSU weiterhin beschäftigen.