Supermarktbau an der B13 Reichertshausen

Reichertshausen (intv) Als Ersatz für einen kleineren Markt im Ortskern soll am Ortrand an der B13 eine neue Edeka-Filiale entstehen. Der Bürgermeister befürwortet das Projekt, weil es dem Wachstum seiner Gemeinde entgegen kommt. Mit der Anbindung an die B13 keine schlechte Lage, denn auch wenn der Ort gerade einmal die 5.000er Einwohnermarke überschritten hat, fahren doch täglich fast 14.000 Autos über die Bundestraße durch Reichertshausen. Auch die Anfahrt der Baustellenfahrzeuge ist von der B13 abhängig. Und die wollten eigentlich schon im November vergangenen Jahres anrollen. „Die Bundesstraßenverwaltung hat die B13 saniert. Wir haben hier am Ortsende einen anderen Straßenbauamtsbezirk. Daraus entstand eine doppelte Sperrung. Und während der Sperrpausen konnte man nicht arbeiten“, erklärt Reinhard Heinrich (CSU), Bürgermeister von Reichertshausen. Letztendlich konnten die Arbeiter erst ein halbes Jahr später so richtig auf der Baustelle anpacken. Dafür gibt es jetzt einen modifizierten Kreisverkehr, der an den Schwerlastverkehr angepasst wurde. Die Anlieferung der Ware wäre damit also schon einmal gesichert, wenn nicht kurz darauf ein weiteres Problem aufgetaucht wäre. Starkregen hat den Baugrund so aufgeweicht, dass der Baustelle wegen der Hanglage fast der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. „Das hat dann dazu geführt, dass wir verschiedene statische Untersuchungen machen lassen mussten. Das Ergebnis war, dass wir hier die sogenannten bewährten Erden machen müssen. Das heißt, dass der Hang durch eine Art Gabionenwände geschützt ist. Die werden durch Steine oder Schroppen beschwert, dann werden sie in den Erdhaufen getrieben“, beschreibt der Projektentwickler Karl-Heinz Mayerhöfer von der Firma Ratisbona in Regensburg. Die terassenförmige Sicherung soll nun ein Gewicht von bis 60.000 Tonnen aushalten.

Ein ähnliches Problem stellt der Hang hinter dem Gebäude dar. Da der Hang aber keine Schwerlast aushalten muss, haben sich die Experten hier für eine Spritzbegrünung entschieden. In diesem Fall halten Pflanzen die Erde wie Kleber zusammen. Die gute Nachricht: Trotz der aufgetretenen Komplikationen liegt die Firma im Bauzeitplan. Dank erhöhtem Einsatz der Mitarbeiter, betont der Bauleiter Jürgen Stadlmann: „In 14 Tagen beginnen die ersten Asphaltierungsarbeiten. Erst die Tragschicht, dann später die Deckschicht. Anschließend folgt die Bepflanzung noch Ende Oktober, dann können wir fristgerecht zum 31.10.2018 an den Betreiber Edeka übergeben“.

Mehr Aufwand bedeutet aber auch höhere Kosten, von über 300.000 Euro finanziellem Mehraufwand ist im Hintergrund die Rede. Die muss aber nicht die Gemeinde, sondern der Betreiber selbst tragen, der am 06. Dezember den Supermarkt eröffnen will.