Südumgehung bekommt Gestalt: Bürgerversammlung in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Was war, was geht, was kommt – Unter diesem Motto hat Bürgermeister Thomas Herker Dienstag Abend, den 27.11.2018,  zur Bürgerversammlung in Pfaffenhofen geladen. Die Bürger hatten auch die Möglichkeit Fragen und Anregungen zu äußern. Mehr als 100 interessierte Bürger aus Pfaffenhofen sind zu der Versammlung gekommen. Rund 20 Briefe mit Fragen an den Bürgermeister gingen schon im Vorfeld im Rathaus ein. Ein zentrales Thema, dass die meisten Fragen aufgeworfen hatte: Die Südumgehung vom Bahnhof Richtung Schweitenkirchen. Schon seit Mitte der 90er Jahre kämpft die Stadt für die Umgehungsstraße, berichtet Thomas Herker (SPD), Bürgermeister in Pfaffenhofen: „Es ist nicht ganz einfach, die Planung hat lange gedauert dann sind wir zurückgestuft worden in der Dringlichkeit, jetzt sind wir mittlerweile zumindest in der Reservekategorie und haben immerhin einen Planungsauftrag. Es gibt einen Wirtschaftsbericht, der besagt, dass es die Straße Wert ist zu bauen. Wir haben jetzt im Rahmen des Flächennutzungsplans die Trasse nochmal verändert, sodass ich guter Dinge bin, dass wir auch die Grundstücke dafür bekommen und keine Enteignungen drohen. Was dann in der Nachbargemeinde passiert – Hettenshausen ist ja auch betroffen – stellt sich noch heraus. Aber in Pfaffenhofen haben wir dann schon mal die großen Brocken auf längere Zeit aus dem weg geräumt.“

Das staatliche Bauamt Ingolstadt hat die Realisierung der Umgehung für Mitte der 2020er Jahre angekündigt.

Der Stadt Pfaffenhofen geht es gut. Der Haushalt 2018 steht außergewöhnlich gut da. Das liegt vorallem an Gewerbesteuereinnahmen und damit an dem Erfolg Pfaffenhofener Unternehmen. „Es sind rund 15 Mio Einnahmen, der Erfolg ist allein auf zwei Unternehmen zurück zu führen die ein außergewöhnliches Jahr hatten. Die fette Rechnung kommt dann in zwei Jahren mit der Kreisumlage. Die nächsten Jahre wird der Haushalt absehbar ein Stück weit nach unten gehen aber immer noch auf einem sehr akzeptablen Niveau.“, erklärt Herker.

Kaum eine vergleichbare Stadt in der Region kann so eine gute Einzelhandelssitiuation in der Innenstadt vorweisen. Schon seit Jahrzehnten gibt es am Hauptplatz kaum Leerstände. „Es ist uns zudem gelungen Geschäfte zu etablieren die auch Kaufkraft von weiter außen anziehen, unser Einzugsgebiet geht mittlerweile von Petershausen oder von Geisenfeld los. Da gehört mit Sichherheit auch die Innenstadtgestaltung dazu, das kulturelle Angebot, das ganze Flair, das Pfaffenhofen mittlerweile verströmt, das waren einige Maßnahmen, und vielleicht war auch ein bisschen Glück dabei.“, beschreibt der Bürgermeister.

Die Stadtgeschäfte werden jetzt womöglich noch interessanter für die Bürger. Die dürfen nämlich ab 10. Dezember kostenlos mit dem Stadtbus fahren und sparen sich dadurch die Parkplatzsuche mit dem Auto.