Streitpunkt Stromtrasse: Neue Pläne sorgen für Skepsis

Ingolstadt/Eichstätt (intv) Es sind Bilder, die in den vergangenen Jahren wohl an niemandem spurlos vorüber gegangen sind. Ob mit Lichtermärschen oder stillen Protesten, die Menschen haben ihrem Ärger Luft gemacht – immer in der Hoffnung, in Sachen Stromtrasse das Blatt noch einmal zu wenden. Seit gestern sorgen nun neue Schlagzeilen für Gesprächsstoff. So hat Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Pläne vorgestellt, die statt den umweltbelastenden Freiluftleitungen eine Erdverkabelung vorsehen. Auf den ersten Blick positive Neuigkeiten, doch die Bürgerinitiativen sehen das anders. „Ob die Erdverkabelung für die Natur ein Vorteil ist, das hat bisher noch keiner ausprobiert. Das Hauptproblem ist aber, dass eine Erdverkabelung noch teurer wäre, und wir noch mehr zur Kasse gebeten werden“, so Robert Wittmann, Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die Stromtrassen.
Stromtrasse oder Erdverkabelung – in Bayern ist weder das eine noch das andere notwendig, meint Robert Wittmann. Viel wichtiger sei eine dezentrale Stromversorgung. Das heißt, Strom soll da erzeugt werden, wo er verbraucht wird – und das am besten mit Hilfe von Sonnen- und Windkraft. Das Ende eines langen Streits oder der Grundstein für weitere Diskussionen? Fest steht: Auch der zweite Anlauf in Sachen Stromtrasse sorgt für Widerstand.