Straight Flush, Pärchen oder All-In

Ingolstadt (intv) Pokern ist zu sehr mit Negativem behaftet. Das sagen sich die Mitglieder des 1. Pokerclubs Ingolstadt und veranstalteten aus diesem Grund ihr drittes öffentliches Pokerturnier. Bei dem Verein steht vor allem die Lust am Pokern im Vordergrund. Rund 60 Zockerfreunde nehmen Platz am Pokertisch, der per Losverfahren entschieden wird. Hier wird nicht um Geld gespielt, als Gewinn winken gesponserte Sachpreise. Der einmalige Buy-In liegt außerhalb Casinos bei 15 Euro, gesetzlich festgelegt. Ein Geheimrezept zum Sieg wissen auch die Vorstände des Pokerclubs nicht:

„Ein Pärchen ist das Kleinste, das man haben kann und der Straight Flush oder der Royal Flush ist das höchste das man haben kann. Dann ist natürlich auch Psychologie im Spiel. Den Spielern aus den Mimiken lesen, Profispieler können sehen, ob man blufft“, erklärt Stefan Götz, Zweiter Vorstand des Pokerclub Ingolstadt.

Alle 20 Minuten erhöht sich der Blind, der Mindesteinsatz an Chips, um sich den sogenannten Flop ansehen zu können, drei Karten werden aufgedeckt. Nun kommen die Teilnehmer langsam aber sicher ins Schwitzen, bei manchen schwindet der Chipstapel. Manchmal hilft nur noch Bluffen. Alles entscheidend ist bei jeder Runde die Ausgangslage: „Zwei Asse auf der Hand, das ist natürlich sie stärkste Starthand, die man haben kann. Im Gegensatz zur Sieben und zur Zwei, das ist die schlechteste Starthand, die man überhaupt haben kann. Dann kommen König- und Damenpärchen, oder Ass und König, das sind die besseren Ausgangslagen, um zu spielen“, so Götz. „Das Beste ist: Pokerbücher lesen.“

Wem das allerdings zu theoretisch ist, der kann mit den Pokerfreunden im Verein regelmäßig spielen, zwei Mal im Monat treffen sie sich Samstags im DJK (Maximilianstraße 25) zum Pokern. Seit mittlerweile vier Jahren besteht der Verein. Der gemeinsame große Traum von Stefan Götz und Josef Bergel: Gemeinsam in Las Vegas pokern.