Stadtrat Vohburg über Pflegerschloss und Uniper

Vohburg (intv) Nun ist es amtlich. Das Vohburger Pflegerschloss wird ein digitales Museum. Mit einer virtuellen Aufbereitung und ausgewählten Exponaten werden die Besucher mithilfe von Tablets in eine andere Epoche versetzt. Das hat der Stadtrat in der vergangenen Sitzung beschlossen. Dabei genehmigte das Gremium das Geld für den Unterhalt und die Inneneinrichtung. Rund 330.000 Euro fließen in das Museumsinventar. Außerdem belaufen sich die jährlichen Kosten, wie zum Beispiel die Bezahlung von Mitarbeitern, auf rund 51.000 Euro. Dem Stadtrat ist klar, dass das Museum mit den laufenden Jahreskosten ein Draufzahlgeschäft wird. Allerdings will Bürgermeister Martin Schmid ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt schaffen. Das Museum soll Mitte 2020 für die ersten Besucher seine Pforten öffnen.

Einen heißeren Punkt diskutierten die Räte zuvor. Das Kraftwerk in Irsching soll eine externe Werkszufahrt bekommen. Hierfür stellte ein Planer drei verschiedene Varianten vor. Der Stadtrat entschied sich mehrheitlich für eine kostengünstige Alternative, die eine Fahrstrecke von 710 Meter misst. 80 Prozent der Kosten würde die Firma Uniper tragen. Vor allem die Irschinger hoffen dadurch auf Entlastung, jedoch liegt es jetzt an den Grundstücksbesitzern, ob die Irschinger eine Umgehungsstraße bekommen oder nicht. Denn wenn diese nicht verkaufen, dann donnern rund 3.600 Lkw für die Gasbevorratung durch den beschaulichen Ortsteil.