Stadtrat fordert Korrekturen an Kongresshotel-Planung

Ingolstadt (intv) Hat der Gestaltungsbeirat die Kastanien aus dem Feuer geholt? Nein sagt Oberbürgermeister Christian Lösel, der Gestaltungsbeirat habe für den Stadtrat einen beratende Funktion und der Stadtrat folge in diesem Fall dem Ratschlag. Dieser Fall hat dieser Tage die Wogen im politischen Ingolstadt hochschlagen lassen. Geht es doch einmal mehr um das geplante Kongresshotel, genauer gesagt um die Gestaltung. Die war in den vergangenen Jahren immer wieder mit heftigen Diskussionen besetzt. Mit seinen überarbeiteten Planungen hat sich der Investor öffentliche Belange übergangen, das Ergebnis Das Ergebnis war für den Gestaltungsbeirat weitgehend inakzeptabel Am Montag gab es ein vernichtendes Urteil vom Expertengremium. Noch am Abend zog der OB die Notbremse und ging auch dann gleich in die Offensive um zu retten was zu retten ist. Er beauftragte eine Planungsgruppe die Vorlage zu überarbeiten. Gestern nun auch die Absegnung der Initiative zuerst im Stadtplanungsausschuss, dann im Stadtrat. Die Kritik der Experten hat es in sich. Die städtebaulichen Ziele werden zur Nebensache heißt es im Protokoll, die neue Fassade sei beliebig und die Verlagerung der Verkehrsfunktionen unmittelbar auf den Hotelvorplatz entziehe das Areal der urspüglich offentlichen Funktion. Spätestens da war Lösels Vorstoß einer Mehrheit sicher, hatte doch auch die SPD eine dringende Korrektur gefordert Dazu sollte es an der notwendigen Zeit nicht fehlen, erklärte der SPD – Ausschusssprecher Manfred Schuhmann, nachdem er ungewöhnlich hart mit den Investoren ins Gericht ging . Retten was noch zu retten ist, darauf konnte sich dann eine Mehrheit einigen, auch dank der harschen Kritik aus dem Gestaltungsbeirat.