Stadt will den Grüngürtel enger schnallen – Stadtrat entscheidet morgen

Ingolstadt (intv) Mitten im Grünring soll eine Schule entstehen. Weil die Stadt den Grüngürtel nie genau definiert und von der Bebauung ausgenommen hat, stehen die Stadträte nun vor einem Dilemma. Das Gelände ist nämlich bereits im Besitz der Stadt. Kürzlich teuer erworben – nur wusste kaum ein Stadtrat, was er da eigentlich kauft. Morgen fällt die Entscheidung, ob das Areal bebaut werden kann.

Mit der Idylle könnte es hier am Augraben bald ganz schnell vorbei sein. Denn nach aktuellen Planungen soll hier eine Mittelschule mit 30 Klassen entstehen. So ganz gewollt war das jedoch nicht. Denn laut Aussage einiger Stadträte, war auf der ihnen präsentierten Vorlage gar nicht zu erkennen, dass das zu erwerbende Grundstück zum zweiten Grünring gehört.

Doch von Vorne: etwa 500 bis 600 Schüler suchen aktuell eine neue Bleibe. Weil die kombinierten Grund- und Mittelschulen aus allen Nähten platzen, sollen daraus reine Grundschulen werden. Die Stadt plan deshalb den Bau neuer Mittelschulen. Durch die Sprengel ist die Standortsuche eingeschränkt. Andere Alternativen kamen aus verschiedenen Gründen nicht infrage.

Die Stadträte fühlen sich nun als Buhmann. Sie bemängeln das Vorgehen und die schlechte Informationspolitik.  Die Situation ist verfahren und scheint kompromisslos, denn die neue Schule soll schnellstmögich her. Die Stadträte können jetzt nur noch der Beabauung des Grünringes zustimmen oder diese ablehnen – mit dem Wissen, dass viel Geld für ein leeres Flurstück zum Fenster rausgeworfen wurde.