Stadt Ingolstadt bezieht Position zur Zukunft des Transitzentrums in Manching

Ingolstadt (intv) An das Transitzentrum in Manching soll ein Landesamt für Asyl verankert werden. Das hat das bayerische Kabinett in seiner ersten Sitzung unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder vor Kurzem beschlossen. Heute (10.04.2018) hat die Stadt Ingolstadt und Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) Position zu diesem Vorhaben bezogen.

Kurz vor Ostern hat der bayerische Ministerrat mitgeteilt, dass im Transitzentrum in Manching ein Landesamt für Asyl verankert wird. Insgesamt soll das neue Landesamt für Asyl rund 1000 Mitarbeiter haben. Der Großteil davon wird aber auf die zentralen Ausländerbehörden entfallen, die derzeit bei den Bezirksregierungen aufgebaut werden. Für Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel kam die Nachricht zunächst überraschend. Nun, drei Wochen später, begrüßt er und die Stadt das Vorhaben. Die Voraussetzung ist allerdings, dass alle drei Vereinbarungen, die im Sommer 2015 mit der bayerischen Regierung getroffen worden sind, eingehalten werden:

  1. Bis Ende 2025 soll die Einrichtung in der ehemaligen Kaserne geschlossen werden.
  2. Es soll überproportional mehr Polizeidienststellen in Ingolstadt geben und
  3. Es sollen maximal 2900 Asylsuchende aufgenommen werden.

Alle drei Aspekte bestätigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bei einem gestrigen Telefonat, so Lösel. Zusätzlich fordert die Stadt mehr Personal im privaten Sicherheitsdienst und eine bauliche Veränderung im Klinikum. Dort seien alle Beteiligten mit den suizidgefährdeten Flüchtlingen überlastet. Auch das Transitzentrum in ein sogenanntes Ankerzentrum umzufunktionieren, also in eine Einrichtung für die komplette Asylverfahrensabwicklung , war im Gespäch. Wichtig ist der Stadt sich auch um die zu kümmern, die bleiben dürfen. Neben dem Erlenen der deutschen Sprache, spielt Beschäftigung und Arbeit eine große Rolle bei der Integration. In den vergangenen Jahren blieb die Stadtfirma INArbeit GmbH eher im Hintergrund, da sie wegen des guten Arbeitsmarktes in Ingolstadt nicht beansprucht werden musste.