Stadt erweitert Medizinhistorisches Museum

Ingolstadt (intv) „Ein Leuchtturmprojekt von internationalem Rang“, so betitelte SPD-Stadtratsmitglied Manfred Schuhmann das Deutsche Medizinhistorische Museum. Das wird im kommenden Jahr durch einen Neubau erweitert, für stolze 5,1 Millionen Euro. Wo derzeit eine Lücke klafft wird im kommenden Jahr ein 1.400 Quadratmeter großer Erweiterungsbau stehen und die „Alte Anatomie“ komplementieren. Der Eingangsbereich des Deutschen Medizinhistorischen Museums, von der Straßenseite her nicht klar ersichtlich. Durch den Neubau entsteht mitunter ein einladender Foyerbereich, erklärt Gabriel Nißl, Hochbauamtsleiter der Stadt Ingolstadt: „Es ist als multifunktionaler Bau zu sehen. Es gibt einen neuen Eingangsbereich, der im Bestand doch relativ schwer zu finden ist für Auswärtige. Es gibt einen neuen Sonderausstellungsraum, Depotflächen, die komplette Verwaltung dieses Museums wird in diesem Gebäude untergebracht. Es gibt einen Bibliotheksraum, eine Werkstatt für Restauratoren, es ist eine vielfältige Nutzung angedacht.“ Kaum eine Stadt könne es sich leisten, Museen zu bauen, das steigere nicht nur das Prestige des Medizinhistorischen Museums, sondern auch das der Stadt Ingolstadt, da ist sich Nißl sicher. Der ehemalige Verwaltungsbau war nicht mehr sanierungsfähig und musste abgerissen werden. In den nächsten Tagen wird mit den Spezial-Tiefbauarbeiten begonnen. „Nachdem ein Teil des Gebäudes unterkellert ist, brauchen wir einen Tiefbauer, der uns zum Einen die angrenzenden Gebäude sichert, sprich die Alte Anatomie oder das Marienheim und das zweite Problem, das wir haben, ist das Grundwasser, da gibt es relativ hohes Schichtenwasser und somit brauchen wir eine vollständig umschlossene, dichte Baugrube, um  den Keller trocken zu realisieren“, erklärt Nißl mit Blick auf die Baupläne. Der Neubau ist nach hinten versetzt, um dem historischen Bau des Medizinhistorischen Museums nicht die Schau zu stehlen. Ebenso das Dach, dass sich mit leichten Gefällen ins Bild schmiegt. Ein Highlight: Eine großzügige Glasfront wird den Blick auf die Gartenanlage des Museums ermöglichen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2016 geplant. Derzeit beraten die Architekten über die Fassade des Bauwerks, strukturierte Metallplatten sind im Gespräch. Dazu muss aber der Stadtrat noch grünes Licht geben.

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