Stadler muss gehen

Ingolstadt (intv) Der VW-Aufsichtsrat hat sich am Nachmittag einvernehmlich von dem beurlaubten Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler getrennt. Bereits am vergangenen Freitag stand die Entscheidung über Stadler auf der Tagesordnung des Aufsichtsrates. Der hatte die Entscheidung allerdings vertagt. Die Entscheidung gilt als die umstrittenste Personalentscheidung im VW-Konzern. Streitpunkt war laut Medienberichten die Abfindung für den langjährigen Audi Vorstandsvorsitzenden. Der Spiegel schreibt von einer Abfindung unter einer Millionen Euro für Stadler. Laut Handelsblatt hat sich der Aufsichtsrat nun dafür entschieden, einen Teil der Abfindung zunächst noch nicht auszuzahlen, sondern erst wenn Stadler in einem möglichen Vefahren freigesprochen werden sollte. Seit Mitte Juni sitzt der ehemalige Audi-Chef wegen seiner möglichen Vertstrickung in die Abgasaffäre in Augsburg in Untersuchungshaft.

Peter Mosch, der Leiter des Audi-Gesamtbetriebsrates und Mitglied des VW-Aufsichtsrates, war bei der Sitzung am Nachmittag in Wolfsburg dabei und betont, dass der Fokus auf dem Neustart liege. Zwar honoriere der Betriebsratsleiter die Arbeit von Rupert Stadler, allerdings bringe die heutige Entscheidung mehr Klarheit.