Spuren des Lebens: Sonderausstellung des Schrobenhausener Fotoclubs

Schrobenhausen (intv) Neun Bayerische Meistertitel. Unzählige Male die Bezirksmeisterschaften gewonnen. Und auch bei den Deutschen Meisterschaften regelmäßig auf den Spitzenplätzen zu finden. Über diese Bilanz kann sich der Fotoclub Schrobenhausen freuen. Eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentieren 14 Clubmitglieder derzeit in einer großen Sonderausstellung im Schrobenhausener Pflegschloss. Das Motto: „Spuren des Lebens“.

„Diese Spuren finden wir nicht nur bei Menschen, zum Beispiel in alten oder jungen Gesichtern“, sagt Clubvorstand Herbert Haas. Auch mit Landschaften, Sportarten oder sogar Wassertropfen haben sich die Fotografen beschäftigt. Die Formatwahl war völlig frei. Die Bilder sind bis zu 1,80 Meter hoch und auf Alu-Dibond aufgezogen. Rund 90 Werke sind zu sehen.

Bei den Aufnahmen geht es nicht um Schnappschüsse, sondern anspruchsvolle Kunstwerke, die zum Teil mit erheblichen Herausforderungen verbunden waren. „Bei der Panoramafotografie muss man die Bilder aus mehreren Fotos zusammensetzen und auf die unterschiedlichen Lichtverhältnisse achten“, sagt Michael Behrendt. Der Hobbyfotograf hat die Ausstellung mitorganisiert und präsentiert eine Auswahl an Landschaftsfotografien aus Schottland. Neben den Fotos stehen Dudelsack, Schottenrock und Whiskyfass – um das authentische Feeling entstehen zu lassen.

Der Landschaftsfotografie hat sich auch Wolfgang Stoiber gewidmet. Von den norwegischen Lofoten über die bayerischen Berge bis zur italienischen Vulkaninsel Stromboli haben ihn seine Reisen bereits geführt, die Kamera immer mit im Gepäck: „Wenn’s sein muss, schleppe ich auch 20 Kilo Ausrüstung mit auf den Berg“, so Stoiber. Mit Höhenluft kennt sich Rainer Haßfurter ebenfalls gut aus. Der Pilot aus Schrobenhausen hat sich auf Fallschirm- und Luftaufnahmen spezialisiert. So ist es ihm bereits gelungen, Fotos der Innenstadt zu den vier verschiedenen Jahreszeiten anzufertigen – aus derselben Perspektive und derselben Flughöhe. „Das dürfte einmalig sein“, so Haßfurter.

Der Journalist Jürgen Spindler hat unterdessen regelmäßig junge, attraktive Frauen in seinem Keller zu Gast. Im dortigen Mini-Studio entstehen wahre Meisterwerke. Für die Sonderausstellung hat Spindler eine komplette Stadt aus Pappkarton gebaut. „Schließlich gehören menschliche Siedlungen zu den allerersten Spuren des Lebens“, so Spindler. Model Lisa Schilling darf die Buden durch den Raum kicken – und der Fotograf hält die actionreichsten Momente fest. Auch Aktfotografie gehört zu seiner Leidenschaft; viele Werke wurden bereits bei Ausstellungen und Wettbewerben eingereicht.

Eine Auswahl aus dem Portfolio von Jürgen Spindler sieht man derzeit im Bürocenter Reich sowie bei der großen Sonderausstellung Spuren des Lebens; diese ist noch bis zum 26. September im Schrobenhausener Pflegschloss zu finden.