Spiel, Spaß und Suchtprävention

Neuburg a.d. Donau (intv) Ob im Klettergarten oder am Bogenschießstand. Beim Abenteuer-Camp des gemeinnützigen Vereins „Keine Macht den Drogen“ lernen Jugendliche aus ganz Deutschland drei Tage lang spielerisch etwas über Schutz vor Sucht. Und das heuer zum 10. Mal. Die Zeltgruppen von über 90 Kindern im Alter von 11 bis 15 Jahren sind auf verschiedenen Aktions-Stationen aufgeteilt. Die einen können sich am Bogen üben, andere lernen etwa über Suchtprävention. Dann wird durchgetauscht. Das Camp soll ihnen vor Augen führen: Man braucht keine Suchtmittel, um Spaß zu haben. „Die Jugendlichen bauen hier viele Lebenskompetenzen auf. Zum Beispiel auch mal ‚Nein‘ zu sagen, überhaupt zu realisieren: ‚Ich bin jemand, ich habe eine Meinung und kann zu der stehen.‘ Dass sie merken, dass Sucht kein Ausweg ist und sein muss, dass es ganz viele Alternativen gibt“, erklärt Pädagogin und Betreuerin Sandra Hainzl von „Keine Macht den Drogen“.

Es geht allerdings längst nicht mehr nur um Alkohol und stoffgebundene Drogen, Medien- und Spielsucht rückt immer mehr in den Fokus der heutigen Jugendlichen. Vor allem aber ist es wichtig, die Themen anzusprechen und in der Gruppe zu diskutieren. Es geht um Selbstbewusstsein, sich Gruppenzwang nicht zu beugen. Das Adventure-Camp hat Erfolg: Einige sind bereits das zweite oder dritte Mal mit dabei. „Weil es einfach Spaß macht“, verrät uns die 13-jährige Aylien.