Spekulationen um Stellenabbau bei Audi: Betriebsrat und Audi dementieren

Ingolstadt (intv) Ein Bericht des Bayerischen Rundfunks sorgte heute vor allem bei den Audi-Mitarbeitern für Aufregung. Demnach sollen in den nächsten Jahren bis zu 5000 Stellen bei dem Autobauer wegfallen. Bürgermeister Albert Wittmann hatte dies in einem Interview gesagt. Stadt und Audi haben die Meldung aber relativiert.

Die Äußerung von Bürgermeister Wittmann sei im Kontext des generellen Wandels in der deutschen Automobilindustrie in den kommenden Jahrzehnten zu sehen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt. Durch die Digitalisierung, die Umstellung auf Elektroautos und alternative Verkehrskonzepte für Metropolen fällt laut einer Studie des Insitituts für Arbeitswirtschaft und Organisation bis 2030 jeder elfte Arbeitsplatz in der deutschen Automobilindustrie weg. Das wird auch Auswirkungen auf die Stadt Ingolstadt haben, allerdings nicht nur auf die Audi AG, sondern auf den gesamten Automobilsektor in der Region, so die Stellungnahme der Stadt.

Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch meinte heute gegenüber intv, an den Spekulationen um 5000 Arbeitsplätze, die bei Audi wegfallen sollen, sei nichts dran. Er betonte, dass die Beschäftigungsgarantie bis 2025 stehe.

Audi selbst stellt auf Nachfrage klar, dass es keine entsprechenden Beschlüsse und auch keinerlei Verhandlungen gegeben haben soll. Das Unternehmen hält sich bedeckt und an ihrer allgemeinen Aussage fest, dass weiterhin gezielt Experten für die Zukunftsfelder sowie jedes Jahr rund 800 Auszubildende in 20 Berufen eingestellt werden.