SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in Kösching

Kösching (intv) Es sind nur noch zweieinhalb Monate bis zur Bundestagswahl. Zum Teil hängen schon die ersten Wahlplakate bei uns in der Region. Und auch die Kandidaten der Parteien sind auf Wahlkampftour und kommen bei uns vorbei. SPD Kanzlerkandidat Martin Schulz war heute bei Audi und in Kösching. Es war ein Angenehmer Empfang für den Mann, der nach eigenen Angaben, die SPD zurück ins Kanzleramt führen will. Trotz schlechter Umfragewerte, betont Martin Schulz das jedoch immer wieder.

Neben den Tagespolitischen Debatten, möchte Schulz mit seinem Besuch vor allem ein Zeichen für das Ehrenamt setzen. Nach seinem Eintrag ins goldene Buch des Marktes besucht der Kanzlerkandidat eine Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr.

Um das bestimmende Thema dieser Tage kam Schulz jedoch auch nicht beim Besuch seiner Köschinger und Ingolstädter Genossen herum – die Vorkommnisse anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg. Laut Schulz läge die wichtigste Aufgabe der Politik darin, die internationale Zusammenarbeit bei der Gewaltprävention zu stärken.

Deutliche Kritik in Richtung SPD kommt derweil von seiten der Unionsparteien. Bayerns Innenminister Herrmann kritisiert, dass SPD, Grüne und Linke, auf dem Auge linker Gewalt gerade zu blind seien. Für Schulz machen die Debatten aber wenig Sinn, da die Gewalt in Hamburg keiner politischen Ausrichtung zuzurden sei. Es handele sich um kriminelle Banden, die an Terrorissmus grenzten.