Spatenstich: Umgestaltung der Schrobenhausener Innenstadt geht los

Schrobenhausen (intv) Es ist ein langwieriges Projekt: die Umgestaltung der Schrobenhausener Innenstadt. Anfangs waren die Bürger unzufrieden mit den Plänen der Stadt. Deshalb gab es 2013 eine Bürgerbefragung, 2015 folgte der Bürgerentscheid. Dabei hat sich die Mehrheit der Wähler für einen Vorschlag ausgesprochen. Am Montag haben alle Beteiligten Spatenstich gefeiert.

Im ersten Abschnitt ist jetzt die südliche Lenbachstraße dran. Insgesamt sind vier Bauabschnitte geplant. Jedes Jahr soll einer fertig werden. Ziel ist es, die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Doch das ist gar nicht das Hauptproblem der Schrobenhausener.

„Es kamen immer wieder Beschwerden von Familien oder auch älteren Menschen wegen dem schrägen Pflaster. Auch die Damen haben sich bei dem Kopfsteinpflaster sehr schwer getan, wenn sie Stöckelschuhe anhatten. Das soll jetzt anders und besser werden.“, erklärt Bürgermeister Karlheinz Stephan.

Radfahrer, Fußgänger und Autos sind hier dicht beieinander. Deshalb spielt auch das Thema Sicherheit eine Rolle bei der Umgestaltung. „Die Verkehrsführung wird eine andere sein, es wird eine Verkehrsbündelung geben. Die Parkplätze werden nicht mehr mittig sein. Außerdem gibt es eine bauliche Abgrenzung zu den Fußgängern hin, um die Sicherheit zu erhöhen.“, beschreibt Stephan.

Doch auch die Autofahrer bekommen ihren Platz. Schließlich sind Parkplätze in jeder Stadt heiß umkämpft. „Die Zahl wird sich nicht ändern. Allerdings werden sie zu sogenannten Multifunktionsflächen umgeplant. Im Winter stehen sie als Parkplätze zur Verfügung. Im Sommer für die Außengastronomie.“, so Stadtbaumeister Axel Westermair.

Gut acht Millionen Euro kostet das Projekt. Der Freistaat Bayern steuert rund fünf Millionen Euro bei. Ende des Jahres soll der erste Abschnitt fertig sein. Bis dahin müssen die Schrobenhausener mit einigen Verkehrsbehinderungen rechnen. „Wir haben den Verkehr umgestalten müssen. Bis auf Weitere haben wir im ersten Abschnitt eine Einbahnstraßenregelung. Wir wissen, dass das nicht einfach ist, aber hoffen auf Verständnis.“, erklärt Westermair weiter.

Die Geschäfte bleiben während der Bauarbeiten aber zugänglich. Wenn alles nach Plan läuft, können die Schrobenhausener in drei Jahren durch ihre neue und vor allem barrierefreie Innenstadt schlendern.