Spargelstich in München

München (intv) Eine dunkelhaarige Frau bleibt stehen, kommt näher und betrachtet sich die Szene genauer. Auf Englisch spricht sie Josef Plöckl an. Der Vorsitzende des Spargelerzeugerverbands Südbayern hat ein Mikrophon in der Hand, also muss er was zu sagen haben. Was hier am Viktualienmarkt in München los sei, will die Dame wissen. Schließlich spielt die Blasmusik, lachende Menchen stehen in der Sonne und trinken Wein und Schnaps. Am hellichten Vormittag! Die Dame gibt sich die Antwort selbst, denn überall sind die weißen und grünen Spargelstangen zu sehen, die zweifellos Anlass für das bunte Treiben sein müssen. Josef Plöckl fragt auf englisch, wo die Dame und Ihr Begleiter herkommen. Aus Israel lautet die Antwort. Dort sei er auch schon mal gewesen, sagt Plöckl auf Deutsch. Die Dame versteht ihn nicht, der Reporter übersetzt. Dann sagt die Frau, Plöckl solle doch noch einmal nach Israel kommen, es habe sich dort viel verändert. Doch Plöckl erklärt, er habe momentan leider keine Zeit. Kurz danach trifft dann auch schon der bayerische Landwirtschaftsminister ein. Zusammen mit Plöckl, der Spargelkönigin und Landräten aus der Region steigt Helmut Brunner auf einen Gummiwagen. Dort steht ein lebensgroßer Bifang, ein Spargeldamm aus sandiger Erde. Dann werden die Stangen vom Minister persönlich aus dem Bifan gezogen, nachdem das Spargelmesser die vermeintliche Wurzel abgetrennt hat. Die Spargelkönigin will wissen, wer die schönere Stange hat. Brunner meint, seine wäre „nicht so lang, aber dafür kräftiger.“ „Wie im richtigen Leben“, so die anonnyme Antwort aus dem Publikum.