Sonnenschein ins Haus – Reichertshofen besichtigt seinen neuen Solarpark

Reichertshofen (intv) Wasserkraft, Windenergie oder Erdwärme – Möglichkeiten erneuerbare Energien zu nutzen gibt es viele. Doch je nach Lage und Budget, bieten sich für die Gemeinden einige Optionen eher an als andere. Als in Reichertshofen der Antrag für einen Solarpark ins Rathaus flatterte, ergriff die Gemeinde die Gelegenheit. Mittlerweile steht die Anlage.

Nicht nur Pflanzen brauchen Sonne. Hinter idyllischen Gartenanlagen versteckt, liegt der neue Solarpark für die Reichertshofener. Nach etwa einem Monat Bauzeit steht die Anlage fertig zur Abnahme bereit. Standorte mit ökologisch weniger wertvollen Flächen direkt neben Bahnlinien und Autobahnen werden vergütet. Für Investoren sind schon Flächen ab einem Hektar interessant. Eine entscheidende Rolle spielt die Größe der Anlage. Aber: Größer ist nicht immer besser. Bis zu einer Leitung von 750kWh gibt es Zuschüsse, größere Parks muss die Bundesnetzagentur ausschreiben – und dafür gibt es weniger Geld.

In der näheren Umgebung gibt es bereits zwei Wasserkraftwerke, Windräder darf die Gemeinde wegen der Nähe zum Flugplatz nicht aufstellen. Sobald der Solarpark laufen darf, kann er den Jahresstrom für rund 200 Haushalte liefern. Die lange Laufzeit von 20 bis 40 Jahren und geringe Instandhaltungsarbeiten machen Solaranlagen besonders attraktiv.  Der Platz unter der Photovoltaikanlage bleibt auch nicht ungenutzt. Er dient als geschütztes Areal für die Biodiversität von Pflanzen und Tieren, einige Imker gewinnen dadurch Honig und auch Schafe pflegen die Fläche regelmäßig.