Soffner raus aus CSU: was jetzt?

Ingolstadt (intv) Erst Sepp Mißlbeck und Gerd Werding, jetzt Dorothea Soffner – die Mehrheit der Regierungskoalition in Ingolstädter Stadtrat schwindet dahin. Die junge CSU-Stadträtin folgte gestern dem Beispiel der beiden FW-Urgesteine und verließ sowohl Fraktion und Partei. Der zweite Paukenschlag innerhalb weniger Tage und eine Herausforderung für das schwarz-orange Bündnis, denn rein rechnerisch liegen Koalition und Opposition jetzt gleich auf.

Im Lauf der vergangenen Woche hat sich einiges angestaut. Jetzt also die Abkehr von der CSU – ein schwerer, aber für Dorothea Soffner der einzig richtige Schritt. Es sind viele Dinge zusammengekommen, die der Politikerin zugesetzt haben. Nach einer Sachinformation am vergangenen Freitag hat sie ihre Entscheidung gefällt. Damit liegen Koalition und Opposition gleichauf. 25 zu 25. Jetzt ist die absolute Mehrheit Vergangenheit, sagt Christian Lange. Ab jetzt trifft der Stadtrat die wichtigen Entscheidungen und nicht die Koalitionsspitze. Ende der Politik nach Gutsherrenart – eine Chance für mehr Demokratie.

Ein Hauch von Aufbruchstimmung. Letztendlich werden die Karten neu gemischt im Ingolstädter Stadtrat. Es wird spannend in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode.