Smart Factory: die neue Halle B im GVZ

Ingolstadt (intv) Über zwei Millionen Autos liefert Audi im Jahr an Kunden aus. Viele davon stellen die Mitarbeiter in Ingolstadt her. Seit Januar arbeiten einige von ihnen in der neuen Halle B im Güterverkehrszentrum. Dort montieren sie die Hinterachsen und die Cockpits für die A4 und A5 Modelle. Und das mit Hilfe von so manch neuer Technologie.

Ein Fahrzeug, ohne Fahrer – das begegnet einem ziemlich sicher in der neuen Halle B im Güterverkehrszentrum von Audi. Denn die sogenannten Fahrerlosen Flurförderzeuge – kurz FFFZ oder von den Audimitarbeitern liebevoll Triple-F-Z genannt – bringen hier zuverlässig die Waren an die richtigen Montagelinien. Smart Factory ist das Stichwort in der neuen modernen Montagehalle.

Die Halle B ist in die Höhe gebaut. Auf zwei Etagen montiert Audi Bauteile für die Modelle A4 und A5. Im Erdgeschoss ist die Hinterachsen-Fertigung angesiedelt. 1.800 Achsen bauen die Audi-Mitarbeiter hier pro Tag zusammen, und das rund um die Uhr.

Logistik und Produktion gehören in der Halle B zusammen. Die LKW bringen die Waren direkt in die Halle. Dank eines LKW-Hebers sogar hoch in die zweite Etage.
Lager, Vorbereitungszone und Produktion sind somit eng verzahnt. Das Ergebnis sind kurze Wege und damit kurze Prozesse. „Just-in-Sequence“ nennt Audi das Prinzip.

In der zweiten Etage findet sich die Cockpitmodul-Fertigung. Hier ist die Herausforderung, dass jedes Auto sein vom Kunden individuell bestelltes Cockpit bekommt. In einem Art „Supermarkt“ stellen die Mitarbeiter die Warenkörbe für jedes Cockpit zusammen. Die Fahrerlosen Flurförderzeuge bringen die Waren dann zuverlässig an die zwei Montagelinien.

Insgesamt haben rund 500 Audi-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in der neuen Halle B. Eine von vielen Zahlen, mit denen sich die Verantwortlichen der neuen GVZ-Halle beschäftigen.

Eine andere Zahl interessiert vielleicht auch noch den ein oder anderen: 63 Millionen Euro hat die Halle B gekostet.