Sicherheitsrisiken beim beliebten Messenger-Dienst WhatsApp

Ingolstadt (intv) Eine Milliarde Nutzer. Diese Zahl muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Vergangene Woche war es für den Messenger-Dienst WhatsApp soweit. Weltweit nutzen rund eine Milliarde Menschen die App auf ihrem Smartphone. Doch wirklich sicher sind unsere Daten und Gespräche dort nicht, wie wir im Gespräch mit einem IT-Sicherheitsexperten erfahren haben.

Das markante grüne Symbol kennen wir wohl alle! WhatsApp ist mittlerweile nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Doch trotz seiner tollen Funktionen und der einfachen Bedienung, gilt die App als wenig sicher. „Das Problem hierbei ist, dass es nicht wirklich transparent ist, welche Daten abgespeichert, wofür die Daten benutzt und wie lang sie gespeichert werden. Dazu gibt’s auch keine genauen Informationen.“, erklärt Marco Preuß von der Kaspersky Labs GmbH.

Zwar heißt es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass keine persönlichen Daten an Dritte weitergeben werden – das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Dienen unsere Daten zur Verbesserung der App dürfen sie sehr wohl preisgegeben werden. Unseriöse Links und Nachrichten sind schnell in Umlauf gebracht. Die einstigen Kettenbriefe, haben über Messenger-Dienste eine ganz neue Dimension erreicht.

„Das ist eben genau die Gefahr bei diesen sozialen Netzwerken, dass eben durch so einen kleinen Multiplikator, eine Person muss es an 10 weitere schicken, jeder von diesen 10 muss es wieder an 10 weiterschicken und so weiter. Also dieses klassische Schneeballsystem. Das wird sehr gerne von Kriminellen ausgenutzt!“, so der IT-Sicherheitsexperte weiter.

Der Experte rät, What’s App nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen. Also beispielsweise aus den App Stores. Viel wichtiger ist aber, genau abzuwägen, welche Inhalte man über die App teilt.

„Wenn die Daten einmal draußen sind, kann man nicht mehr nachvollziehen wer diese Daten in die Hände bekommt. Deswegen immer der Rat keine sensiblen und intimen Details verbreiten.“

Mittlerweile gibt es auch Alternativen, die als sicherer gelten. Zum Beispiel Threema oder Telegram. Unser leichtfertiger Umgang mit unseren Daten ist gefährlich. Da kann das peinliche Bild der letzten Party ganz schnell in die falschen Hände geraten.