Sicherheitspaket für die Region

Manching (intv) Sicherheit. Ein Wort, das uns in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv begleitet hat und es nach wie vor tut. Vor allem die Forderung nach mehr Sicherheit in unserem Alltag ist immer lauter geworden. Auch hier in der Region. Was jetzt konkret umgesetzt wird, haben Vertreter der Region 10 am Freitag mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann diskutiert. Denn in unserer Region besteht erheblicher Handlungsbedarf. Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hinkt im bayernweiten Vergleich ziemlich hinterher, was das Personal betrifft. Das liegt unter anderem daran, dass die Region 10 in den vergangenen Jahren immer stärker gewachsen ist. Die Zahl der Beamten hingegen nicht.

„Wir erarbeiten jetzt ein Konzept, nachdem die Stellen bayernweit gerecht verteilt werden müssen. Ich habe aber keine Zweifel daran, dass Ingolstadt einen überproportionalen Anteil an diesen Stellen erhalten wird.“, so Innenminister Joachim Herrmann.

Mehr Polizisten. Mehr Präsenz. Das war die zentrale Forderung der Kommunalpolitiker bei der  CSU-Regionalkonferenz am Freitag in Manching. Rund 350 Beamte sollen die Region in den kommenden Jahren verstärken. Das ist die Erwartungshaltung. Wie viele letztendlich hierher kommen, konnte Joachim Herrmann bei der Konferenz noch nicht sagen.

„Kurzfristig werden wir jetzt 20 Soll-Stellen für Ingolstadt bekommen, voraussichtlich zum 1. Juni. So kann die Mehrbelastung im Zuge der Aufnahme- und Rückführungseinrichtung in Manching abgefedert werden.“, erklärt Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl.

Die Stadt Ingolstadt fordert zwei zusätzliche Kommissariate in den Bereichen Fahndung und Internetkriminalität.  Oberbürgermeister Christian Lösel unterstützt außerdem den gezielten Einsatz von Überwachungskameras. In Abstimmung mit der Polizei entscheidet sich in den nächsten Wochen, wo und ob die Videokameras zum Einsatz kommen. Auch für die ehrenamtliche Sicherheitswacht sucht die Stadt Verstärkung.

„Die Sicherheitswacht ist keine Bürgerwehr! Bürgerwehren sind private Vereine, die sich engagieren. Das sehen wir eher skeptisch. Die Sicherheitswacht wird von der Polizei ausgebildet und unterstützt deren Arbeit.“, stellt Christian Lösel klar.

Interessierte können sich an die Stadt oder direkt an das Polizeipräsidium Oberbayern Nord wenden. Trotz des Beamtenmangels besteht aber derzeit kein Grund zur Sorge. Alle Politiker bewerten die momentane Sicherheitslage als gut.