Serbische Wissenschaftlerin liest über 1. Weltkrieg in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Die einzige Frau, die als Offizier der Armee im 1. Weltkrieg gekämpft hat, war eine Serbin. Ihr Land war von der ersten Katastrophe der Neuzeit besonders hart betroffen. Von 4,5 Millionen Serben wurden 1,1 Millionen Opfer dieses Krieges. Mehr als die Hälfte aller Männer zwischen 18 und 55 Jahren kamen bereits 1914 ums Leben. Journalisten und Wissenschaftler haben die Verbrechen in dieser mörderischen Zeit dokumentiert. Jetzt, 100 Jahre später, sind ihre Fotos und Aufzeichnungen auch in einem Buch zu sehen, das heute in Pfaffenhofen vorgestellt wird. Von der Herausgeberin persönlich. Gordona Ilic-Markovic wird am 08.7. um 19 h 30 aus ihrer Publikation „Der große Krieg“ lesen. Dabei wird die Slawistin von der Universität Wien auch über die Typhus-Epidemie berichten, die sich unter den Abertausenden serbischen Flüchtlingen ausbreitete. Genau wie über die grausamen Folgen der Besatzung, über Massaker und Repressalien. Die Lesung im Hofbergsaal wird musikalisch umrahmt, vom Violinenensemble Feniks. Das stammt aus Valjevo, genau wie der Vater von Gordona Ilic-Markovic und ein Dutzend junger Austauschschüler, die gerade in Pfaffenhofen zu Gast sind. Sie waren heute auch im Schyren-Gymnasium, wo Markovic vor 120 Schülern gelesen hat.