Sensationsfund in Pförring!

Pförring (intv) Im Nordwesten von Pförring entsteht derzeit ein Neubaugebiet.
An sich nichts ungewöhnliches für eine Gemeinde, doch Pförring liegt auf geschichtsträchtigem Boden, dort gelten Flächen als sogenannte „Verdachtsgebiete“ der Archäologie. Und der Verdacht hat sich bei den Grabungen bestätigt.

„So etwas passiert einem nur einmal im Leben“, schwärmt Vera Planert von ProArch. Sie spricht von einem sensationellen Fund aus der spätrömischen Kaiserzeit: das Skelett einer Frau. Dort wo später einmal Familien wohnen und Kinder im Garten spielen werden, haben sie sie bestattet. In einem 3×3 Meter großen Kammergrab aus Holz in eineinhalb Metern Tiefe. Es stammt aus der Zeit um 300 n. Chr. Der bahnbrechende Fund musste erst einmal unter Verschluss gehalten werden.

Mittlerweise ist er in München, in der Restaurierungswerkstatt des Landesamt für Denkmalpflege. Sogar DNA-Proben werden den Knochen des weiblichen Skeletts entnommen, um mehr über die bestattete Frau zu erfahren. Anhand des Kammergrabes können die Archäologen vieles aus der Geschichte Pförrings und darüber hinaus rekonstruieren.

Ob noch weitere Schätze unter der Erde schlummern, bleibt spannend! „Eines bleibt jedoch“, so Planert. Spricht man über die spätrömische Kaiserzeit wird wohl der Name Pförring in Zukunft öfter fallen.