Seehofers Nachfolgersuche geht in die nächste Runde

Eichstätt (intv) Im Jahr 2018 wird er 69 Jahre alt. Zeit zum Aufhören, hat Horst Seehofer immer wieder beteuert, neuerdings kokettiert er damit, vielleicht doch noch einmal als Spitzenkandidat anzutreten. „Damit will er Markus Söder maßregeln“ sagt der Eichstätter Politologe Klaus Stüwe, denn im Kreis der möglichen Nachfolger von Seehofer trumpfe der Finanzminister immer öfters auf und verärgere seinen Chef. Der Kandidat agiere damit gefühlt auf Augenhöhe und bringe die Balance im Machtpoker um die Nachfolge durcheinander. Wenn Seehofer nicht aufpasst, könnte ihm das Heft des Handelns entgleiten, so der Politik-Experte. Bislang war es noch keinem Parteichef gelungen, die Nachfolge selbst zu regeln. Die Ereignisse haben alle Strategien in sich zusammen fallen lassen, ob bei Konrad Adenauer, Helmut Kohl oder Edmund Stoiber.